Schulblattartikel PLV
Petition eingereicht

Grossräte am Puls der Primarschule
Delegierten-Treffen

Was geschieht mit der Primarschule?
Promotionsverordnung: Englisch wichtiger als Realien?

Schulblattartikel vom PLV

2017
– PIAZZA: Unterstufen-Alltag mit HaIbklassenunterricht 13/2017
– PIAZZA: Eltern- Möglichkeiten und Grenzen der Mitwirkung 06/2017

2016
– DV: Sichtbarer Abbau der Schulqualität 20/2016
– Klausur: Spielen auf der Primarschule 13/2016
– PIAZZA: Das Dafür und Dagegen von Hausaufgaben 12/2016
– PIAZZA: Was braucht es, damit alle Kinder faire Chancen haben? 06/2016
– Motivierender Erfolg 03/2016
– PIAZZA: Grosse Anspannung davor, riesige Freude danach 01/2016

2015
– PIAZZA: Pensenplanung – Transparentes Vorgehen ist gefragt 2/2015
– Wie bleibt man gesund im Lehrberuf 08/2015
– Brief an die Grossräte: Primarlehrer kein Vollzeitjob mehr? 16/2015
– PIAZZA: Was gute Kommunikation kann
– Standpunkt: Die Segel anders setzen 20/2015
– Gute Netzwerke wichtiger denn je 20/2015

2014
– Portrait: Viel Herzblut für die Schulentwicklung 24/2014

– Erste Früchte der Pensensicherheit 22/2014
– Delegiertenversammlung PLV 2014 20/2014
– Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht 21/2014
– Leserbrief EK 20/2014
– Die Pensenschwankungen belasten 15/2014
– Piazza: Integrative Schulung 13/2014
– Schwerpunkt integrative Schule 9/2014
– Piazza: Herausforderung 6. Primar 8/2014
– Belastung durch Pensenunsicherheit 7/2014

– Piazza: Plädoyer für die Einschulungsklasse 3/2014
– Bereits 2000 Mitglieder 1/2014

2013
– Delegiertenversammlung: Kämpferische Voten der Delegierten 22/2013
– Resolution des Primarlehrerinnen und Primarlehrervereins 21/2013

– Offene Fragen zum Lehrplan 21 21/2013
– Jahresbericht PLV 2013 18/2013
– Unbekannte Belastungsfaktoren 15/2013
– Piazza: CAS-Lerncoach 13/2013
– Piazza: Lehrplan 21 – alter Wein in neuen Schläuchen? 9/2013

– Piazza: Besser und schlechter 1/2013

2012
– Erneuerter Webauftritt des PLV 24/2012
– Engagiert für den PLV 20/2012
– Delegiertenversammlung PLV 2012: Halb volI oder halb leer 19/2012
– Rechenschaftsbericht: Im Zeichen des Strukturwandels 18/2012
– Petition eingereicht 14/2012
– Jetzt wirds konkret: Anlass 6.Schuljahr 13/2012
– Schwarzes Brett: Klausur 11/2012
– Bevor es zu spät ist: 6. Primar 11/2012
– 2000 – Hürde bald geknackt: Petition 10/2012
– Petition: Gut gestartet 08/2012
– Schwarzes Brett 08/2012
– Die Qualität muss erhalten bleiben 06/2012
– Petition der Primarlehrerinnen 05/2012

Rund 80 Prozent aller Primarlehrerinnen und Primarlehrer des Kantons Aargau haben die Petition des PLV zum Halbklassenunterricht unterschrieben. Ende Juni fand die Übergabe an den Staatsschreiber statt.
2586 Unterschriften – dies ist ein deutliches Zeichen. Der PLV und mit ihm die grosse Mehrheit der Primarlehrpersonen sind nicht einverstanden mit dem Abbau des Halbklassenunterrichts. Vier Halbklassenlektionen sind zu viel. Ein Abbau der Halbklassenlektionen war ein Zugeständnis des PLV zur Realisierung der lange geforderten Reduktion des Pflichtpensums auf neu 28 Lektionen. Nicht aber um vier Halbklassenlektionen. Am 27. Juni überreichte die Geschäftsleitung des PLV, Claudia Lauener-Gut (Präsidentin), Friedl Schütz und Eliane Fischer-Voser dem Aargauer Staatsschreiber Peter Grünenfelder die Petition – abgepackt in drei Schachteln und begleitet von einem Fiebermesser, dessen Kurve deutlich über der roten Markierung liegt: eine Visualisierung der Deutlichkeit, mit der die Primarlehrpersonen sich gegen den Abbau wehren. Die Regierung wird die Petition in den nächsten Wochen behandeln und nach den Sommerferien über das weitere Vorgehen informieren.
Bericht von Irene Schertenleib, Schulblatt

Grossräte am Puls der Primarschule

Im Namen des PLV-Vorstandes bedanken wir uns für Ihr Mitwirken und Ihre Teilnahme am Anlass „Grossräte am Puls der Primarschule“.

Rund 45 Schulen sagten zu ihre Türen zu öffnen. 54 Grossräte nahmen 70 Schulbesuche wahr. Die beidseitigen Rückmeldungen waren durchwegs positiv. Wir freuen uns weiterhin auf gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Politik.

 

Grossräte am Puls der Primarschule

Sehr geehrte PLV-Delegierte, Schulhausvertretungen, Lehrpersonen und Schulleitungen

Der Vorstand des PLV ist sich bewusst, wie wichtig die Primarschulen für jede Gemeinde im Kanton Aargau sind. In vielen Bereichen der Volksschule leisten Primarlehrpersonen Grundlegendes. Wir stellen fest, dass es für Aussenstehende oft nicht einfach ist, die heutigen Herausforderungen der Primarschulen zu erfassen. Darum muss es uns ein grosses Anliegen sein, mit den Entscheidungsträgern der Bildungspolitik in Kontakt zu treten und ihnen unsere vielfältigen Herausforderungen aufzuzeigen. Im Moment stehen in der bildungspolitischen Diskussion wichtige Entscheide an:
• Stärkung der Volksschule (Einführung der 6. Primarklasse)
• Lohndekret Lehrerpersonen (LDLP)
Die erste Beratung im Grossrat zur „Stärkung der Volksschule“ findet Ende März und die zweite im November statt. Das LDLP geht im Mai in die Beratung.

Unsere Aktion in den Medien:

Wenn Aargauer Politiker die Schulbank drücken

Der PLV ruft alle Primarschulen auf, sich aktiv an der Aktion zu beteiligen:

„Grossräte am Puls der Primarschule“

In den Aktionswochen vom 4.4. – 8.4.2011 oder 26.4. – 29.4.2011 öffnen die Primarschulen ihre Türen für die Grossräte. Ziel dieser Woche ist, dass die Grossräte sehen und erleben, was die Primarschule zur Erfüllung des Bildungsauftrages leistet.
Wir rufen euch auf, die Grossräte aus eurer Region in den Unterricht einzuladen. Überlegt euch, was die Grossräte bezüglich unserer Anliegen im Unterricht sehen sollen. Zum Beispiel: Klassengrösse in Bezug auf selbständiges Arbeiten, neue Unterrichtsformen,…. usw.
Die Anliegen des PLV sind auf einem separaten Blatt im Anhang aufgelistet. Ebenso wichtig ist ein anschliessendes Gespräch mit den Grossräten (Führt keine politische Diskussion, da sind wir keine Fachleute, bleibt bei unseren Anliegen). Die Grossräte sollen sich dadurch ein Bild machen können, wo die Primarschule Stärkung braucht, um auch in Zukunft eine tragende Säule des Bildungsauftrages bleiben zu können. Mit der Aktion erhoffen wir uns, dass sich die Grossräte dank der Einblicke in den Schulalltag bei der Behandlung „Stärkung der Volksschule“ und „LDLP“ für unsere Anliegen einsetzen.
Organisatorisches Vorgehen:
• Teilt uns möglichst rasch mit, ob Ihr euch an dieser Aktion beteiligt.
• Teilt uns bis spätestens 23.2.2011 mit, ob Ihr bereit seid, zusätzliche Grossräte zu empfangen, welche wir vom PLV aus weiter vermitteln.

Email an Claudia Lauener-Gut
• Sendet den Grossräten aus eurer Region eine Einladung (Musterbrief im Anhang). Falls ihr jemanden persönlich kennt, dann ruft ihn doch direkt an. Vereinbart einen Besuchstermin für eine der beiden Wochen.
Link zu den Grossräten: www.ag.ch
• Teilt uns bis spätestens 18.3.2011 mit, welche Grossräte an welchem Datum euch besuchen. Dies ist wichtig wegen der Presse. Die Aargauer Zeitung wird über einzelne Besuche berichten. Sie wird diese Aktionswoche in Zusammenarbeit mit dem PLV ankündigen.
• Wir empfehlen euch, die örtliche Presse in die Aktion mit einzubeziehen.
Es ist ausserordentlich wichtig, dass Ihr mitmacht.
Der Besuch der Grossräte scheint uns ein sinnvoller Weg zu sein, um auf die Anliegen der Primarschule aufmerksam zu machen. Wir bedanken uns schon im Voraus für euer Mitmachen und somit für eure Unterstützung um bessere Arbeitsbedingungen und entlastende Massnahmen.

– Brief an die Grossräte
– Musterbrief
– Anliegen des PLV

Delegierten-Treffen des PLV vom 8. März 2010

„Rechte und Pflichte der Lehrpersonen und der Schulleitungen“

Welche Lehrperson hat sich nicht schon Gedanken gemacht zu obigem Thema: „Darf die Schulleitung wirklich verlangen von mir, dass…?“ „Muss ich wirklich…?“ „Wie kann ich mich wehren gegen…? Offensichtlich brennt den Lehrpersonen dieses Thema unter den Nägeln! Aus diesem Grund beschloss der PLV, dieses Thema an einem Delegierten-Treffen ausführlicher zu erläutern. Rund die Hälfte aller PLV-Delegierten nahmen daran teil.

Zu Beginn führte Claudia Lauener-Gut, Präsidentin PLV, ins Thema ein. Bei der Einführung von Schulleitungen war damit die grosse Hoffnung verbunden, dass dies den Lehrpersonen mehr Kapazitäten für ihr Kerngeschäft verschafft. Die Realität ist eine andere. Um erfolgreich zu sein, muss aber geleitete Schule als Produktionsgemeinschaft aller Beteiligten begriffen werden mit gegenseitig respektierten und geklärten Rollen.
Anschliessend stellte Patrick Blankenhorn, PLV-Vorstandsmitglied, ein Excel-Programm vor, das er selber entwickelt hat. Mit Hilfe dieses Programms lässt sich die gemeinsame Arbeitszeit jeder Lehrperson berechnen. Es zeigt, wer noch welche Kapazitäten hat oder wer schon im roten Bereich ist.
Patrick beschrieb anschaulich, wie sich dank dieses Programms vieles in ihrem Team verbessert hätte. Es gelang ihnen, eine bessere Jahresplanung aufzustellen und konstruktiv miteinander zu diskutieren, welche Anlässe sie denn bewältigen können. So weiss jede Lehrperson, und auch die Schulleitung, wofür sie zuständig ist. Keine Lehrperson sitzt mehr gefrustet an einer Sitzung, die sie nicht betrifft, nur weil sie denkt, sie müsste. Teilzeitarbeitende müssen nicht mehr permanent ein schlechtes Gewissen haben, aber auch Personen mit einem grossen Pensum können sich besser abgrenzen. Es ist für alle transparent, und schafft so Luft für produktives Tun. Es ist ein sinnvolles Führungsinstrument, das sich auch leicht anpassen lässt an die Bedürfnisse der jeweiligen Schule.
Auf der homepage des plv lässt sich dieses Programm kostenlos runterladen. (siehe weiter unten).
Danach erläuterte Urs Kaufmann, alv, sehr kompetent wichtige Aspekte dieses Themas. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Urs Kaufmann wichtige Fragen im Schulblatt veröffentlicht. Auf www.alv-ag.ch lassen sich sämtliche veröffentlichten Ratgeber nachlesen. Wer es lieber schriftlich hat, kann den Ratgeber beim alv beziehen für SFR 20.-
Die Ausführungen von Urs Kaufmann waren so dicht und informativ, dass sie nur in groben Zügen wiedergegeben werden können.

Urs Kaufmann betont, wie wichtig es ist, dass Lehrpersonen ihre Rechte kennen. (An dieser Stelle sei verwiesen auf die sehr empfehlenswerte Broschüre des BKS „Geleitete Schule“. Darin sind 36 Rechte aufgeführt!) Denn wir können uns nur wehren, wenn wir unsere Rechte kennen.
(Beim BKS sind auch weitere empfehlenswerte Broschüren erhältlich: Handreichung Personalführung an der Aargauer Volksschule / Lehrpersonen und Schulleitungen – gemeinsam zur geleiteten Schule / Die Rolle der Schulpflege. Es fehlt aber: Die Rolle der Lehrerkonferenz).
Grundsätzlich ist zu unterscheiden, ob es sich um das Problem einer einzelnen Lehrperson handelt, oder einer ganzen Lehrerschaft. Urs Kaufmann erläutert den jeweiligen „Instanzenweg“. Wenn mehrer Personen betroffen sind, ist zu ergänzen, dass auch die PH externe Beratungen und Moderationsprozesse anbietet. Dabei betont er die Wichtigkeit der Lehrerkonferenz. Diese hat beispielsweise Antragsrecht an die Schulpflege, und dient auch der Solidarität der Lehrkräfte untereinander.
Also: Lasst euch nicht vereinzeln! Sprecht miteinander, die meisten Probleme betreffen nicht nur einzelne Lehrperson!

Viele Fragen beziehen sich auf die gemeinsame Arbeitszeit. Die gesetzliche Regelung ist klar: sie beträgt 10% der Jahresarbeitszeit. Doch ist zu wenig geklärt, was denn zur gemeinsamen Arbeit gehört. Die Versuchung ist gross, neue Pflichten und Erwartungen einfach in dieses Gefäss reinzupressen. Und wir Lehrpersonen mit unserem grossen Berufsethos möchten ja allem gerecht werden. Grundsätzlich gilt: Dazu gehört alles, was für die ganze Schule gilt. So gehört etwa Teamarbeit für die eigene Klasse zur frei gestaltbaren Arbeitszeit.

Wer detailliertere Angaben will, kann sich gerne an den PLV-Vorstand wenden. Die nächste PLV-Post wird sich ebenfalls diesem Thema widmen.
Wir danken Urs Kaufmann und Patrick Blankenhorn sowie allen Anwesenden für den interessanten Anlass.

 

18.01.2010
Promotionsverordnung:
Englisch wichtiger als Realien?

Die neue Promotionsverordnung ist ein Dauerbrenner. Ein Aspekt beschäf- tigte den Vorstand des Primarlehrerinnen- und Primarlehrervereins Aargau an seiner letzten Sitzung besonders, als er das neue Zeugnisformular unter die Lupe nahm, nämlich die Wertung des Englischfachs. Im Zwischenbericht wird unter Sachkom- petenz das Fach Englisch an dritter Stelle, nach Deutsch und Mathematik und vor den Realien, aufgeführt. Bei Deutsch, Mathematik und Englisch werden neben einer Erfahrungsnote Items (ergänzende Beschreibungen zu Teilfähigkeiten) auf- geführt; bei den anderen Fächern muss lediglich eine Erfahrungsnote gesetzt wer- den.

Die Eltern werden beim Anblick des Zeug- nisformulars folgende Schlüsse ziehen: Deutsch, Mathematik und Englisch sind die Kernfächer, die zählenden Fächer. Die Stundendotation spricht aber eine andere Sprache: In der 5. Klasse sind pro Woche fünf Lektionen Mathematik, hingegen nur zwei Lektionen Englisch gesetzt. Selbstver- ständlich begrüsst der Vorstand, dass bei den Realien die Items weggelassen wurden. Dennoch wird die oft kritisierte Sprach- lastigkeit der Volksschule weiter zementiert. Welchen Stellenwert haben dagegen die Realien?

Die prominente Stelle des Englischen er- staunt auch deshalb, weil beim Start des Frühenglisch-Projekts davon die Rede war, das Fach nicht zu benoten. Nun, das ist schon lange vom Tisch. Zurzeit scheint die Meinung vorzuherrschen, dass eine Beno- tung zu besseren Leistungen führt. Der Vorstand des PLV teilt diese Meinung nicht. Die Auflistung der Items ist beim Engli- schen sachlich falsch. Die vier Fertigkei- ten Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben werden einander gleichwertig gegenüber- gestellt. Laut Lehrplan sind sie jedoch verschieden gewichtet: Hören dreimal, Sprechen zweimal, Lesen einmal, Schrei- ben einmal. So kann es zu Missverständnis- sen kommen, da möglicherweise die Items ein anderes Bild vermitteln als die Orien- tierungsnote. Der Zwischenbericht hat also zusätzlichen Erklärungsbedarf, was ärger- lich ist.

Der Vorstand ist zur Ansicht gelangt, dass das Zwischenberichtsformular in Bezug auf Englisch geändert werden muss. Auf verschiedenen Kanälen bemühte er sich darum, dies beim Departement Bildung, Kultur und Sport einzubringen. Ob die Be- mühungen Erfolg haben, ist noch ungewiss. Wie die Englisch-Lehrpersonen die an- spruchsvolle Aufgabe meistern, in grossen Gruppen vorwiegend mündliche Skills fair und objektiv zu beurteilen, ist eine andere Frage.
Elisabeth Betschon, Vorstand PLV

 

21.01.2009
Einladung zum Delegiertentreffen

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Wir laden euch ein zu einem weiteren Delegiertentreffen am
Montag, 9. März 2009 18.00 – 20.30 h
Aarau, Restaurant Rathausgarten

Thema des Anlasses: Der PLV-Vorstand nimmt Stellung zum Bildungskleeblatt

Im Januar 2009 hat der Grosse Rat die zweite Lesung zum Bildungskleeblatt durchgeführt. Die Volksabstimmung naht.

Für März 09 hat der alv eine Urabstimmung angekündigt. Lehrerinnen und Lehrer der Aargauer Volksschule sollen Stellung nehmen.

Der Vorstand des PLV hat sich über längere Zeit intensiv mit dem Bildungskleeblatt auseinandergesetzt und an einer Klausurtagung den internen Meinungsbildungsprozess abgeschlossen.

Am Delegiertentreffen möchte der Vorstand seine Haltung darlegen. Gleichzeitig sollen die Delegierten noch einmal Gelegenheit zur Diskussion erhalten.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung via Mail oder Telefon an (056 242 14 41)

09.02.2009 (update 04.03.2009)

Die Fragen der Delegierten

anlässlich der Diskussionsrunde vom 8. Dezember 2008

“Wie denken die Delegierten über das Bildungskleeblatt?”

– Fragen der Delegierten
Antwort des BKS (update 04.03.2009)

27.11.2008

Ja zur Eingangsstufe – was bedeutet das?

Brennende Fragen – Konkrete Antworten

Flyer

Fragen zu Klassengrösse, Pensenaufteilungen, Stundenplänen, Teambildung und Team-Teaching, obligatorischer und fakultativer Weiterbildung, Besoldung, IS und DaZ-Unterricht, Räumlichkeiten, Promotionen, Übergang in die Anschlussstufe und Verantwortlichkeiten vor Ort sind einige Stichworte, die Lehrpersonen, Schulleitungen und Schulpflegen rund um die Eingangsstufe beschäftigen.

Verantwortliche des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) nehmen Stellung zu Ihren Fragen.

Aktuelle Antworten auf Fragen zur Eingangsstufe aus dem BKS
Die Umsetzung Eingangsstufe im Bildungskleeblatt
Vittorio E. Sisti-Wyss, Leiter Fachbereich Integrative Schulung, BKS Projektleitung Grund- und Basisstufe im Aargau
Raphael Arnet, Projektleitung Bildungskleeblatt, BKS

Weiterbildung zur Eingangsstufen-Lehrperson 4bis8
Karin Frey, Dozentin für Didaktik und Weiterbildung, Pädagogische Hochschule FHNW

Bitte richten Sie Ihre Fragen im Voraus an Kathrin Hügli, Mitglied der Geschäftsleitung PLV, oder nutzen Sie die Gelegenheit dazu vor Ort.

11.11.2008 (update 09.02.2009)

Wie denken die Delegierten über das Bildungskleeblatt?

Die Diskussionsrunde findet statt am:
Montag, 08. Dezember 2008
18.00 – 20.30 Uhr im Hotel Du Parc in Baden
(Nähe Kurtheater)

Moderation: Anton Hasler, lic. Phil. Sozialwissenschafter, Brugg

Fragen der Delegierten

26.09.2008 (update 21.11.2008)

Ja zur Eingangsstufe – was bedeutet das?

Zwischenbilanz – Pädagogisches Grundkonzept – Praxisbezug

Die Eingangsstufe auf dem Prüfstand
Resultate der Zwischenevaluation, Einschätzung, vorläufiges Fazit
Referat von Dr. Urs Moser
Geschäftsführer Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich
Verfasser des Zwischenberichts Schulversuch Grundstufe/Basisstufe

Zusammenfasssung Evaluation

Powerpoint anlässlich der Veranstaltung

Altersgemischtes Lernen in der Eingangsstufe
Pädagogisch didaktisches Grundkonzept der Eingangsstufe und
die Ausgestaltung in der Praxis
Referat von lic. phil. Dorothea Tuggener
Projektleiterin Weiterbildung Grundstufe, Pädagogische Hochschule Zürich

Nebst der grundlegenden Konzeption der neuen Stufe erhalten Sie Auskunft über den momentanen Stand des interkantonalen Pilotprojektes zur Eingangsstufe sowie einen differenzierten Einblick in die alltägliche Praxis.
Eine kurze Fragerunde schliesst sich den Referaten an.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihr Mitdenken an diesem zukunftsweisenden Reformvorhaben.

Eingangsstufe: Brennende Fragen – Konkrete Antworten
Verantwortliche des Departements BKS und der PH FHNW beantworten Ihre konkreten Fragen rund um die Eingangsstufe. Eine Veranstaltung von:

 

27.09.2008

Kurz-Vernehmlassung zu den Modellen der Oberstufe

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen Anlässlich der DV vom 24.09.08 hat Bruno Biberstein über die Vernehmlassung zu den drei Modellen für die künftige Oberstufe informiert. Die Vernehmlassungsfrist ist sehr kurz und liegt zugleich zeitlich ungünstig. Trotzdem versuchen wir, Ihre Meinung mit einzubeziehen.

Brief des PLV an die Mitglieder ‘Kurzvernehmlassung OS’

Vernehmlassungsbericht auf ag.ch

Fragekatalog auf ag.ch

29.05.2008

PLV-Tagung „Beurteilen gesamthaft angehen“

Der Vortrag von Dr. Anton Strittmatter, Biel/Bienne

Vortrag

Tagung Primarschule 2008

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Zum zweitenmal veranstaltet der Vorstand des PLV eine grosse Tagung zu einem aktuellen Thema – nein, nicht zum Bildungskleeblatt!

Ich begrüsse Sie zur Tagung mit dem Titel „Beurteilung gesamthaft angehen“.

Unter uns begrüsse ich Christian Aeberli, den Leiter der Abteilung Volksschule des BKS.
Weiter freut es mich besonders, unseren Referenten, Dr. Anton Strittmatter Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle des LCH begrüssen zu dürfen.
Dann begrüsse ich die Vertretungen von Mitgliedorganisationen das alv und die Presse.

Die Diskussionen rund um die grosse Bildungsreform verstellt manchmal den Blick auf andere Themen, die unseren Schulalltag schon bald – und ebenso nachhaltig – beeinflussen.

Auf das Schuljahr 09/10 wird die neue Promotionsverordnung in Kraft gesetzt. Damit kommen einschneidende Veränderungen auf uns zu. Ich nenne hier

  • die Jahrespromotion
  • die Promotionswirksamkeit aller Fächer
  • den Zwischenbericht mit förderorientierter Beurteilung unter Einbezug von Selbst- und Sozialkompetenz
  • das Führen eines Beurteilungsdossiers

Sie werden in den nächsten Wochen und Monaten in Ihrem Kollegium die Verordnung und den Umgang mit den neuen Instrumenten näher kennen lernen. Deshalb verzichte ich hier auf eine ausführliche Beschreibung der Neuerungen.

Der Vorstand des PLV ist mit der Promotionsverordnung nicht ganz zufrieden. Neben einigen Neuerungen, welche teilweise langjährige Forderungen von unserer Seite erfüllen, müssen wir feststellen, dass wichtige Punkte nicht unseren Vorstellungen entsprechen. Insbesondere erachten wir den Einbezug aller Fächer in die Promotion als problematisch und für die Lehrerinnen und Lehrer sehr zeitaufwändig. Für uns vom PLV-Vorstand bedeutet das, dass wir verstärkt eine Senkung der Unterrichtsverpflichtung fordern. Anders ist die anfallende Mehrarbeit nicht zu leisten.

Leider konnten wir bisher das BKS auch nicht davon überzeugen, dass eine ausführliche Handreichung in der Art der PLV-Broschüre notwendig ist. Dafür erreichte der PLV Vorstand, dass die geplante Einführung der Promotionsverordnung um ein Jahr verschoben wurde.

Im kommenden Schuljahr sollen in einer Pilotphase der Arbeitsaufwand und die Handhabung der Instrumente überprüft werden. Eine Anfrage an die Schulen, sich daran zu beteiligen, wird nächstens im Schulblatt erscheinen.

Was auch in der neuen Promotionsverordnung bleibt: Wir Lehrerinnen und Lehrer beurteilen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Das gehört zu unserem Kerngeschäft. Wir müssen die Leistungen eine Note zuordnen. Das wird nicht überall ganz einfach sein.

Unser Gastreferent, Toni Strittmatter, Vortrag setzt sich als Leiter der pädagogischen Fachstelle des LCH seit vielen Jahren kritisch mit Fragen zur Beurteilung auseinander. Er wird uns einerseits zu verstehen geben, dass Beurteilen eine professionelle Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer ist.
Gleichzeitig – das sagt mir der Untertitel – wird er uns aber auch Wege aus der manchmal schwierigen Situation des Noten-geben-müssens aufzeigen.

Mit den angebotenen Workshops im zweiten Teil der Tagung möchten wir Ihnen, Kolleginnen und Kollegen, Impulse geben, um sich auf die Einführung der Promotionsverordnung vorzubereiten.

An dieser Stelle möchte ich Rolf Meyer und seinem Team von der FHNW ganz herzlich für die Bereitschaft danken, uns für die Workshops zur Verfügung zu stehen. Es sind ausschliesslich Personen, welche auch für die Weiterbildung in den Schulen engagiert werden können.

08.04.2008

 

PLV-Tagung „Beurteilen gesamthaft angehen“

Mittwoch, 28.5.08, 14.00-17.30 Uhr, Oberentfelden

Die neue Promotionsverordnung ist da. Sie wird die Lehrerschaft intensiv beschäftigen bis zur Einführung im August 2009. Angefangen bei Formularen anstelle von Zeugnisbüchlein über die elektronische Vorlage bis hin zu Benotung aller Fächer kommt viel Neues auf die Lehrpersonen zu.

Die Frage: „Wie komme ich als Lehrerin/Lehrer zu meinen Noten?“ erfährt eine ganz neue Dimension. Um hierzu Antworten, Anregungen oder Beispiele zu bieten, organisiert der PLV die oben angekündigte Tagung.

In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule FHNW stehen Workshops in den Bereichen: „Lernzielorientierte Beurteilung – Förderorientierung – Elterngespräche über Beurteilung – Förderung und Beurteilung von Sozial- und Sachkompetenz – Beurteilungsdossier – Selbstbeurteilung – Beurteilung in den Erweiterungsfächern“ für Sie bereit, von denen Sie zwei besuchen können.

Als Einstieg wird Anton Strittmatter zum Thema referieren. Nach einem ersten Workshop verwöhnen wir Sie mit einem Apéro, damit Sie gestärkt in die zweite Workshoprunde einsteigen können.

30.03.2008

 

Ja zur Eingangsstufe und 8 Jahren Primarschule

Medienmittteilung

Die Meinungen der Vereinigungen der Aargauischen Kindergarten- und Primarlehrpersonen zum Kleeblatt „Eingangsstufe“

Die Vorstände des Verbands Aargauer Kindergartenlehrpersonen VAK und des Aargauer PrimarlehrerInnenvereins PLV befürworten die Reform der Schuleingangsstufe. Die Umsetzung der Eingangsstufe ändert vieles am Arbeitsort „Kindergarten und Schule“ und erfordert von allen Beteiligten in einem hohen Mass Einsatz, Vertrauen und Zusammenarbeit.
Um die Meinung der Basis einzuholen, organisierten die beiden Verbände kurzfristig eine Tagung, an welcher sich über 200 Lehrpersonen beider Stufen mit den zentralen Fragen zu der geplanten neuen Eingangsstufe beschäftigten. Der PLV seinerseits lancierte unter seinen Mitgliedern eine Umfrage, an der sich auch Kindergartenlehrpersonen beteiligten. Über 1000 Lehrpersonen äusserten ihre Meinung zu der Vorlage. Die Tagungsergebnisse und Umfragerückmeldungen flossen in die Stellungnahme zur Vernehmlassung der beiden Verbände ein.

VAK und PLV befürworten eine neue obligatorische Eingangsstufe an Stelle des heutigen Kindergartens und der 1. oder der 1. und 2. Klasse der Primarschule. Die Verbände stellen aber grundsätzliche Forderungen an die Bildungsreform. Zentral ist: Die Reform soll den Schülerinnen und Schülern zugute kommen, also zu einem pädagogischen Mehrwert führen. Ebenso wichtig ist, dass die Arbeitsbedingungen für die Lehrpersonen sich nicht verschlechtern. Die Belastung ist schon heute sehr hoch. Wenn die geplante Reform gelingen soll, dann darf die Beanspruchung der Lehrpersonen nicht noch zunehmen.

Konkret fordern VAK und PLV

  • Eine maximale Schülerzahl in der Eingangsstufe von 22 Kindern
  • Eine Senkung der Unterrichtsverpflichtung zu Gunsten einer ausgebauten Teamarbeit
  • Eine erhöhte Arbeitsplatzsicherheit (keine jährlich wechselnden Pensen) mit der Möglichkeit, mit einem Vollpensum unterrichten zu können
  • Eine sorgfältige Vorbereitung der Lehrpersonen (Weiterbildung, Teambildung)
  • Genügend und geeigneter Schulraum, welcher ein optimales Lernen in altersgemischten Gruppen ermöglichen, sowie Aussenspielplätze
  • Einen angepassten Lehrplan sowie Lehrmittel, Diagnose- und Förderinstrumente

Die Dauer der Eingangsstufe wird von den Lehrpersonen unterschiedlich beurteilt; ein Teil der Lehrerschaft steht dem vierjährigen Modell kritisch gegenüber.
Die laufenden Eingangsstufenprojekte im Aargau und in andern Kantonen zeigten bisher noch keine signifikanten pädagogischen Unterschiede, die klar für eine dreijährige Grund- oder eine vierjährige Basisstufe sprechen würden. In der geplanten Eingangsstufe werden zwei unterschiedliche Bildungssysteme zusammengeführt; der Kindergarten und die Unterstufe der Primarschule verschmelzen zu einer neu gestalteten Schuleingangsstufe. Die Vorstände des VAK und des PLV haben sich für die vierjährige Basisstufe entschieden. Im vorgeschlagenen vierjährigen Modell können die Qualitäten von Kindergarten und Schule zu gleichen Teilen einfliessen. Lernen in altersgemischten Gruppen findet wirklich statt. Erste bisherige Erfahrungen zeigen deutlich, dass die Klassen trotz der grösseren Altersdifferenz gut harmonieren, und die Unterschiede in der Gruppe kaum grösser sind als in einer dreijährigen Grundstufe.

Ebenfalls kritisch stellen sich die Lehrpersonen von Kindergarten und Primarschule zur geplanten Verschiebung des Eintrittsalters vom 30. April auf den 31. Juli. Es wird befürchtet, dass dadurch die Betreuungsarbeit zunimmt. Die Verschiebung des Stichtages wird lediglich im Hinblick auf eine Vereinheitlichung im Rahmen des HarmoS-Konkordats akzeptiert. Die geplante vorzeitige Einschulung wird klar abgelehnt, da jedes Kind die Möglichkeit hat, eine Stufe schneller zu durchlaufen. Eine Rückstellung soll hingegen in begründeten Fällen möglich sein.

Kinder mit sozialen Auffälligkeiten oder besonderen Lernschwierigkeiten sollen in die Regelklassen integriert werden. Beide Verbände begrüssen den Ansatz, betonen jedoch, dass genügend Unterstützung der Lehrpersonen notwendig ist, wenn die Reform gelingen soll. Vor diesem Hintergrund muss auf für besonders belastete Klassen eine Senkung der Klassengrösse möglich sein.

Die neu gestaltete Primarschule dauert 8 Jahre. Damit werden die Vorgaben vom HarmoS in diesem Punkt erfüllt. Die Primarlehrpersonen sind bereit, die Schülerinnen und Schüler ein Jahr länger als bisher zu unterrichten. Als Fortsetzung der Struktur der Eingangsstufe können auf der Mittelstufe zwei- oder mehrklassige Abteilungen geführt werden. Für diese muss jedoch dasselbe Unterstützungs- und Ressourcenangebot wie bisher bereitgestellt werden. Kleinstschulen sollen wenn möglich erhalten bleiben. Dazu braucht es flexible Lösungen.

VAK- und PLV-Vorstand weisen darauf hin, dass es eminent wichtig ist, dass sich die Lehrpersonen in den Kindergärten und in den Schulen über die Eingangsstufe umfassend informieren und die Reform mittragen. Dazu brauchen sie Sicherheit und eine positive Perspektive zur Planung ihrer Berufslaufbahn. Diese Sicherheit muss von Seiten der kantonalen und lokalen Bildungsverantwortlichen kommen; durch persönliche Kontakte und ganz konkrete Vorstellungen zur Gestaltung, Weiterbildung und Umsetzung der Bildungsreform. Vorstand VAK und PLV

 

März 2008

23.03.2008

 

Ein Schritt zu mehr Arbeitsplatzsicherheit

Medienmittteilung

 

Der Vorstand des Aargauer PrimarlehrerInnenverbandes PLV begrüsst den Beschluss des Regierungsrates, die Motion Leitch für eine Senkung der Mindestbestände der Abteilungen an der Primarschule zu erfüllen. Damit wird ein wichtiges Anliegen der Lehrerschaft im Bereich der Arbeitsbedingungen aufgenommen.

Im Rahmen des Entlastungsprogramms 2003 hatte der Grosse Rat im Februar 2004 der Erhöhung der Mindestbestände der Abteilungen an der Primarstufe von 20 auf 22 Kinder zugestimmt. Neben der Kürzung des Textilen Werkens hatte diese Sparmassnahme die einschneidensten Folgen auf die Primarschule, ganz besonders auf die Arbeitsbedingungen der Lehrpersonen.

Der Vorstand des PrimarlehrerInnenvereins des Kantons Aargau (PLV) machte von Anfang an darauf aufmerksam, dass mit der Massnahme Hunderte von Unterrichtspensen gefährdet wurden. Eine Umfrage an den Primarschulen zeigte auf, dass ein Viertel aller Lehrpersonen von der Sparmassnahme direkt betroffen war. Sie mussten eine Kürzung ihres Pensums hinnehmen. Zusammen mit der fast gleichzeitig eingeführten Verordnung über die Schülerzahlen der Abteilungen wurde die Arbeitsplatzsicherheit deutlich verschlechtert. Die Zahl der verordneten, unfreiwilligen Teilzeitstellen an der Primarschule nahm seither massiv zu. Heute muss ein grosser Teil der Primarlehrpersonen jährlich um ihre Anstellung bangen. Kleine Schwankungen in der Schülerzahl entscheiden über den Umfang eines Pensums und somit über die Höhe des Lohnes.

Der Vorstand des PLV ist erfreut darüber, dass der Regierungsrat bereit ist, die damalige Entlastungsmassnahme aufzuheben. Damit ist es möglich, dass die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert und die Arbeitsplatzsicherheit erhöht werden. Das wiederum ermöglicht es vielen Lehrpersonen, im Wissen um einen gesicherten Arbeitsplatz ihre ganze Energie in die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern zu stecken.

20.03.2008

 

Umfrage Vernehmlassung Bildungskleeblatt

 

Resultate, Zusammenfassung der Umfrage

28.02.2008

 

Debatte Bildungskleeblatt
Die Ausgestaltung der zukünftigen Eingangsstufe im Aargau

 

Die Veranstaltung der Aargauer Kindergartenlehrpersonen VAK und des Primarlehrerinnen- und Primarlehrervereins PLV „Eingangsstufe: Ja – aber wie?“ war mit rund 250 Lehrpersonen sehr gut besucht. In Gruppen diskutierten die Anwesenden das Kleeblatt „Eingangsstufe“.
Viele wichtige Meinungen, Fragen und Anregungen wurden zusammengetragen. Die
Verbände haben diese, soweit möglich, in die Vernehmlassung aufgenommen. Unter dem Dach des ALV (Aargauischer Lehrerinnen- und Lehrerverband) wurde eine gemeinsame Stellungnahme aller Verbände erarbeitet, welche nun an die Regierung weitergeleitet wird.

Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Zusammenfassung der Rückmeldungen aus den Gruppendiskussionen der Veranstaltung vom VAK und PLV.

 

30.01.2008

 

Klares Ja zur Eingangsstufe – die Ausgestaltung bleibt ein Spannungsfeld

 

Kriterien, Meinungen, Fragen von Kindergarten- und Primarlehrpersonen zur geplanten Eingangsstufe

Auf Einladung des Vorstands der Aargauer Kindergartenlehrpersonen VAK und des Vorstands des PrimarlehrerInnenvereins PLV trafen sich am 19. Januar gegen 250 Lehrpersonen dieser beiden Stufen in Baden zur gemeinsamen Veranstaltung „Eingangsstufe: Ja – aber wie?“. Die Eingangsstufe bildet eines der vier Kleeblätter der anstehenden grossen Bildungsreform im Aargau. Neu sollen Kinder im fünften Lebensjahr schulpflichtig werden. Der Unterricht findet in altersgemischten Abteilungen statt, orientiert sich am Entwicklungsstand und der individuellen Leistungsfähigkeit des Kindes und soll ein individuelles Durchlaufen ermöglichen.
Veränderung nur mit pädagogischem Mehrwert
Die Einführung einer Eingangsstufe führt zu erheblichen Veränderungen in der Verfassung und im Schulgesetz. Bis zum 13. März läuft dazu eine Vernehmlassung, an der sich die beiden Verbände beteiligen. Für ihre Stellungnahmen wollten sie an dieser Veranstaltung die Meinungen ihrer Mitglieder einholen.

„Der grosse Aufmarsch von Ihnen zeigt uns, dass das Thema Eingangsstufe ernst genommen wird und Lehrpersonen bereit sind, sich mit dieser Reform aktiv auseinanderzusetzen“, freute sich Richard Wullschleger, Präsident PLV, bei der Begrüssung. Klar ist die Forderung der Verbände, dass Veränderungen in der Schule zu einem pädagogischen Mehrwert führen müssen. Noch sind die Vorstellungen, was die neue Eingangsstufe leisten soll und kann allerdings recht diffus.

Drei Kernfragen an die Lehrpersonen
„Licht ins Dunkel“ brachte Hans Hofmann, Lehrer an der Basisstufe Muristalden und Didaktik-Dozent an der PH Bern, mit seinem Einstiegsreferat „Pädagogische und didaktische Aspekte für die Grund- und Basisstufe“ (siehe nebenstehenden Bericht).
Seine Ausführungen zur Ausgestaltung und Umsetzung einer Eingangsstufe waren eine ideale Ausgangslage für die Meinungsbildung zu den drei Fragen, die den Kern der Veranstaltung bildeten:

  • Eingangsstufe ja – aber welches Modell?
  • Schuleintritt schon mit 4 Jahren?
  • Eingangsstufe mit maximal 25 Kindern?

Bevor die anwesenden Lehrpersonen ihre Meinungen dazu in Gruppen diskutieren konnten, erläuterten Sandrine Zimmermann, Co-Präsidentin VAK und Richard Wullschleger die vorläufigen Überlegungen und Haltungen der Verbandsleitungen von VAK und PLV.

Tendenz zur vierjährigen Basisstufe
Die laufenden Eingangsstufenprojekte zeigten bisher noch keine signifikanten pädagogischen Unterschiede, die klar für eine dreijährige Grund- oder eine vierjährige Basisstufe sprechen würden. Die Heterogenität muss deshalb in einer Abteilung mit vier Jahrgängen nicht zwingend grösser sein als mit drei Jahrgängen.

Für den PLV-Vorstand ist die Modellwahl weniger entscheidend als vielmehr die pädagogischen Inhalte der Stufen; die Tendenz geht allerdings Richtung Basisstufe.
Die VAK-Leitung sieht längerfristig mehr Vorteile für die Kinder und die Lehrpersonen in der vierjährigen Eingangsstufe. Bei der Neugestaltung werden zwei unterschiedliche Bildungssysteme zusammengeführt. Ein gleichwertiges Verhältnis kann da nur von Vorteil sein. Lernen in altersgemischten Gruppen findet wirklich statt und ein verkürztes Verweilen in der vierjährigen Basisstufe erscheint wahrscheinlicher und realistischer als ein schnelleres Absolvieren der dreijährigen Grundstufe.
Nach dem 4. Geburtstag in die Schule
Grundsätzlich stimmen beide Verbandsleitungen dem Vorschlag des Regierungsrates zu, den Stichtag – auch im Zusammenhang mit HarmoS – um drei Monate vorzuverlegen. In begründeten Fällen sollte eine Rückstellung ausnahmsweise möglich sein, verbunden mit der Einschulung während des Jahres. Eine vorzeitige Einschulung wird allerdings abgelehnt, da durch die Möglichkeit des schnelleren Durchlaufens der Eingangsstufe für das Kind keine zeitlichen Nachteile entstehen sollten.

25 Kinder sind zu viel
Gestützt auf aktuelle Forschungsergebnisse, die übereinstimmend den positiven Einfluss kleiner Klassen auf die Schülerleistungen zeigen – insbesondere, wenn es sich um die Stufen Kindergarten bis 3. Klasse handelt – plädieren die Vorstände von PLV und VAK für eine maximale Klassengrösse von 22 Kindern pro Abteilung. Stossend beim regierungsrätlichen Vorschlag erscheint es, dass eine Verkleinerung der Schülerzahlen an der Oberstufe möglich sein sollte.

Zu den allgemeinen Rahmenbedingungen haben die Verbandsleitungen klare Vorstellungen, die sie so zusammenfassten:

  • motivierte Lehrpersonen, die ernst genommen werden
  • berufsbegleitende, für Lehrpersonen „kostenneutrale“ Weiterbildung
  • Beratung und Begleitung, zB. bei der Teamfindung und beim Team-Teaching
  • kantonale Finanz-Ressourcen in der Einführungsphase
  • Räume, die altersgemischtes Lernen ermöglichen
  • Zeitgefässe, welche die neue Unterrichtssituation berücksichtigen
  • geeignete Unterrichtsmaterialien
  • Möglichkeit für eine 100%-Anstellung
  • gestalteter Übergang in die Anschlussstufe

Aufbruchstimmung und Blick nach Vorne
Rege wurden die anschliessenden Diskussionen in moderierten Gruppen von den Lehrpersonen genutzt; vielfältig und spannend waren die abgegebenen Voten zu den drei Kernfragen.
Grundsätzlich waren die Aufbruchstimmung und der positive Blick auf die kommenden Veränderungen sichtbar.
Die Tendenz zur vierjährigen Eingangsstufe zeigte sich auch von Seiten der Lehrpersonen, allerdings war den Anwesenden die Harmonisierung der Modellwahl mit den umliegenden Kantonen das Wichtigste. Gründe für eine dreijährige Eingangsstufe waren die angenommene geringere Heterogenität und die Bedenken, dass bei vier Jahren das Spiel des Kindes keinen Platz mehr hätte. Für das Modell Basisstufe sprachen neben den von Hans Hofmann angesprochenen Vorteilen die Gleichwertigkeit von Kindergarten und Unterstufe und die gute Rhythmisierung in der Schullaufbahn.
Der neue Stichtag wurde von einer Mehrheit der anwesenden Lehrpersonen akzeptiert mit dem Wunsch, hier eine gesamtschweizerische Lösung anzustreben. Eine Förderung von anderssprachigen Kindern oder Kindern aus „bildungsfernen“ Umgebungen könnte früher erfolgen. Eine vorzeitige Einschulung fand keine Mehrheit, wären doch die Kinder nach dem neuen Stichtag bereits um 3 Monate jünger als bisher.
Ganz klar waren alle Voten gegen maximal 25 Kinder pro Abteilung. Altersgemischtes Lernen, Individualisieren und Integrieren zeigen die erwünschten Lernergebnisse, wenn die Lerngruppen nicht zu gross sind.

Verbindliche Rahmenbedingungen
Lang waren die Listen, was Lehrpersonen für eine gelungene Umsetzung der Eingangsstufe brauchen würden, erwarteten, wünschten und/oder als unabdingbar anschauten und die offenen Fragen zur Ausgestaltung. Ein kleiner Auszug daraus:

  • gleichwertige Weiterbildung für Lehrpersonen von Kindergarten und Primarschule
  • Teamzusammenführung, Teampartnerwahl
  • Erhalt des zweckfreien Spiels
  • Penseneinteilung für Lehrpersonen; 100%-Pensen
  • Stundenplangestaltung
  • Geeignete Räumlichkeiten
  • Beurteilung
  • Zeithorizont bis zur Einführung der Eingangsstufe

Generell bei allen Stichworten wollten die Anwesenden verbindliche Vorgaben und keine Richtlinien, an die sich Schulen vor Ort halten könnten oder eben auch nicht. Die an der Veranstaltung vom 19. Januar gesammelten Meinungen werden nun von den beiden Vorständen ausgewertet und fliessen in die Stellungnahme ein, die – in Zusammenarbeit mit den andern Stufenverbänden – als gemeinsame alv-Stellungnahme an den Regierungsrat abgegeben wird.

Rheinfelden, 28. Januar 2008 Daniela Bürgi

24.01.2008

 

Basis- und Grundstufe in 25 Minuten!

 

Bericht über das Einstiegsreferat von Hans Hofmann, Dozent an der PH Bern und Lehrer an der Basisstufe Muristalden, anlässlich der gemeinsamen Veranstaltung von VAK und PLV „Eingangsstufe: Ja – aber wie?“ in Baden vom 19. Januar 2008

“Ich habe die Aufgabe, Ihnen pädagogische und didaktische Aspekte der Schuleingangsstufe in 25 Minuten vorzustellen; bis jetzt habe ich dies nie unter drei Stunden gemacht”. Mit diesem Einstieg hatte Hans Hofmann das Interesse und die Aufmerksamkeit der mehr als 200 anwesenden Lehrpersonen von Kindergarten und Schule bereits geweckt. Er nutzte dann diese knappe halbe Stunde meisterhaft und bot einen kurzen, prägnanten und eindrücklichen Einblick in sein Tätigkeitsfeld – die Basisstufe Muristalden in Bern.
Seine Ausführungen gliederte Hans Hofmann in drei Teile:

  1. Teamteaching
  2. Unterrichten
  3. Abschliessende Gedanken

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Das Unterrichten im Team stellt neue An- und Herausforderungen an die Lehrpersonen.”

Zentral für Hans Hofmann ist dabei, dass beide Lehrpersonen eine ähnliche pädagogische Haltung haben, sich ihrer eigenen Stärken und Schwächen bewusst sind, gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung zeigen, miteinander Konflikte ausdiskutieren und miteinander auch lachen können.
Dies alles braucht Zeit – je nachdem sogar viel Zeit! Lehrpersonen müssen bereit sein, diesen Teamentwicklungsprozess als Teil ihrer Arbeit anzuschauen, zu definieren und zu akzeptieren. In der konkreten Umsetzung bedeutet dies, dass fixe Vorbereitungszeiten im Stundenplan und in den Ferien eingeplant und eingehalten werden müssen. Ein regelmässiger Austausch über die eigene Befindlichkeit, über unterschiedliche Arbeitsweisen und –techniken, über eigene Visionen und Wünsche ist unabdingbar.

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Unterrichten
Die gemeinsame Vorbereitungsarbeit stellt neue Herausforderungen, bietet jedoch den offensichtlichen Vorteil von zwei Mitdenkenden, zwei Sichtweisen und doppeltem Ideenreichtum.”

Hans Hofmann relativierte diese „Doppelspurigkeit“ aber gleich, indem er betonte, dass es eine grosse zeitliche Belastung wäre, alle Lektionen gemeinsam zu planen. Hier ist Absprache und das Besinnen auf die unterschiedlichen Vorlieben und Fähigkeiten der Lehrpersonen, die zusammen unterrichten, eine grosse Unterstützung. Gemeinsame Unterrichtseinheiten, in denen alle Kinder in unterschiedlichen gemischten Gruppen an einem Thema arbeiten, werden in der Regel ein- bis zweimal pro Woche durchgeführt. Das Konzept für diese „wahren Basisstufenlektionen“ besteht in der Regel aus den Teilen
– Einführung
– Arbeit in der Gruppe
– Individuelle Vertiefung
– Rückblick (meistens im Plenum)
Zur Vorbereitung und Durchführung wird von den Lehrpersonen ein grosser zeitlicher Aufwand betrieben, der sich – laut Hans Hofmann – in jedem Fall lohnt.
An Hand eines schon fast bühnenreifen komödiantischen Film-Ausschnitts zum Thema „Gelenke“ konnten sich die Anwesenden gleich selber überzeugen, wie die Lehrpersonen der Basisstufe Muristalden sowohl einen emotionalen wie auch einen sachlichen Zugang zum Thema „Gelenke“ für die Kinder schaffen konnten.
Mit regelmässigen wöchentlichen Partner- und Gruppenarbeiten wird die Stärke der Grund- und Basisstufe angewendet: Das Lernen in altersgemischten Gruppen!

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Abschliessende Gedanken
„Damit eine neue Grund- oder Basisstufendidaktik entwickelt werden kann, müssen die Begriffe „Kindergarten“ und „Unterstufe“ aus dem Vokabular und der Köpfen der Beteiligten verschwinden!“
Mit diesem provokativen Satz leitete Hans Hofmann seine Schlussgedanken ein. Er zeigte sich überzeugt, dass nichts Neues entstehen kann, so lange noch in den Stufen „Kindergarten“ und „Unterstufe“ gedacht wird. In der Umsetzung sind dies variable Lernstandsgruppen und Angebote für altersgemischte Gruppen.
Hans Hofmann sieht auch für die Lehrpersonen grosse Vorteile. Die konstante und enge Zusammenarbeit mit einer andern erwachsenen Person, die gemeinsame Verantwortung, die Zeit für Einzelbetreuungen oder für die Arbeit mit einer Kleingruppe, die gegenseitige Ergänzung und das Feedback, das man geben und bekommen kann. Voraussetzung für diese Vorteile ist allerdings, dass es passt…unter den TeampartnerInnen. Wenn das nicht der Fall ist, müssen dies auch klar kommuniziert und Alternativen gesucht werden.
Mit grosser Überzeugung – und fünf Jahre Erfahrung – plädierte Hans Hofmann für die vierjährige Baisstufe: „Ich muss keine „halbfertigen“ Kinder weitergeben! Der Start in die Kulturtechniken kann nach Entwicklung und nicht nach Alter erfolgen und die Lernprozesse für Lesen und Schreiben, die im herkömmlichen System auf zwei Jahre festgelegt sind, können gut begleitet und abgeschlossen werden.“ Als weiteren Vorteil stellte Hofmann weniger disziplinarische Probleme als in Jahrgangsklassen fest.

Mit einem warmen, langanhaltenden Applaus dankten die anwesenden Lehrpersonen dem Referenten nach etwas mehr als 25 Minuten für seine spannenden und informativen Ausführungen.

Weiterer Infos zur Basisstufe Muristalden in Bern: www.muristalden.ch

Daniela Bürgi

6.1.2008

 

Vernehmlassung zu den Gesetzesänderungen für das Bildungskleeblatt

Am 25. September 2007 hat der Grosse Rat den Planungsbericht Bildungskleeblatt beraten und die strategischen Ausrichtungen für die langfristige Entwicklung der Volksschulefestgelegt.
Er hat vier Wirkungsziele und sechzehn Leitsätze beschlossen.
Diese sind die Richtlinien der Planung. Sie führen zu Änderungen in der Kantonsverfassung und in der Schulgesetzgebung, zu denen vom 13. Dezember 2007 bis zum 13. März 2008 eine Vernehmlassung durchgeführt wird.
Werden diese Änderungen vom Grossen Rat und vom Volk beschlossen, sind sie die Rechtsgrundlage für die Einführung der Reformen des Bildungskleeblatts.
Der Vorstand des PLV beteiligt sich als Mitgliedorganisation des alv an der Vernehmlassung. Wir möchten uns bei unseren Antworten auf die Meinung der Basis abstützen. Ausdiesem Grund haben wir die wichtigsten Fragen zusammengefasst und senden sie euch zu mit der Bitte, diese wenn möglich im Kollegium zu diskutieren und die Antworten an den Vorstand zurückzusenden.

Die ausführliche Vernehmlassung des BKS (insgesamt ca. 150 Seiten)
kann auf der Website des Kantons eingesehen werden.

Eure Antworten sollten bis zum 30. Januar 2008 bei uns eintreffen. So haben wir die Möglichkeit, an einer Vorstandssitzung die Position des PLV festzulegen.

15.12.2007

 

Umfrage zum Bildungskleeblatt

Vor der Vernehmlassung zu den Gesetzesänderungen, welche mit dem Bildungskleeblatt verbunden sind, hat das BKS zwei Fragen gestellt:
Welche Erwartungen oder Befürchtungen in Bezug auf das Bildungskleeblatt bewegen gegenwärtig die Lehrpersonen?
In welchen Bereichen gibt es zum jetzigen Zeitpunkt offene Fragen bzw. Informationsbedarf?

Der PLV-Vorstand hat die Delegierten gebeten, dazu Stellungnahmen abzugeben.
16 Antworten, teilweise von ganzen Kollegien, kamen zurück und konnten ausgewertet werden.