Pädagogik

Der Unterricht ist das Kerngeschäft der PrimarlehrerInnen. Dafür macht sich der PLV stark. Er unterstützt die Lehrpersonen in den Schulen mit Informationen zur Pädagogik, mit Arbeitshilfen und individueller Beratung.
Der PLV fordert und fördert eine stufengerechte pädagogische Arbeit, insbesondere eine förderorientierte, auf das Wohl des Kindes ausgerichtete Bildung. Hauptpfeiler dieser Pädagogik sind ein professioneller Umgang mit der Heterogenität durch Individualisierung und Differenzierung, aber auch ein gemeinschaftsbildender Unterricht.

Fächergruppen-Lehrperson

Der hohe Anspruch an die Qualität des Unterrichts ist zukünftig kaum mehr von Allround-Lehrpersonen zu bewältigen. Der PLV unterstützte deshalb die Zielrichtung, nicht mehr Allrounderinnen und Allrounder auszubilden sondern Fächergruppen-Lehrpersonen.
Neben verschiedenen allgemeinen Studien zum Lehr- und Lernverständnis, zu Bildung und Erziehung, über soziale Prozesse usw. sind Fachstudien in den Fächern Sprache und Kommunikation, Mathematik und Natur-Mensch-Gesellschaft obligatorisch. Aus den übrigen Fächern Bildnerisches Gestalten, Allgemeines Werken, Textiles Werken, Musik und Bewegung und Sport müssen zwei Module ausgewählt werden.
Neu ausgebildete Lehrpersonen können also nicht alle Fächer unterrichten, was die Organisation einer Schule verändert. Dafür kann erwartet werden, dass der Unterricht eine hohe Qualität aufweist.
Die Unterrichtsorganisation wird durch den Einsatz von Fachgruppenlehrpersonen komplexer, insbesondere die Gestaltung des Stundenplans. Dafür sind speziell ausgebildete Lehrpersonen nötig. Sie sollen für ihre Arbeit entschädigt werden.

Promotionsverordnung

Im Schuljahr 10/11 wird eine neue Promotionsverordnung eingeführt.
Wichtigste Eckwerte sind:



  • Die Jahrespromotion
  • Die Trennung von fördernder und selektiver Bewertung
  • Die Pflicht zur Erstellung eines Beurteilungsdossiers
  • Die Promotionswirksamkeit aller Fächer

Die neue Promotionsverordnung führt zu Mehrarbeit für die Lehrpersonen. Es braucht daher eine Entlastung in einem anderen Arbeitsbereich.

Fremdsprachen

Mit dem Schuljahr 08/09 startete der Aargau ins Zeitalter des Fremdsprachenunterrichts auf Primarschulstufe.
Durchgeführt werden drei Lektionen Englisch ab der 3. Klasse, in der 5. Klasse zwei Lektionen. Mit Einführung der 6. Klasse als Primarschule soll Französisch ab der 5. Klasse unterrichtet werden. Der PLV begrüsst den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule. Es ist jedoch abzuwarten, ob die Rahmenbedingungen akzeptabel sind. Skeptisch stellt sich der PLV-Vorstand auch zur Einführung einer zweiten Fremdsprache schon im 5. Schuljahr. Es muss genau geprüft werden, ob darunter der übrige Unterricht nicht leidet.