Standespolitik

Der PLV vertritt die Anliegen der PrimarlehrerInnen des Kantons Aargau in allen standespolitischen Fragen. Er setzt sich ein für gute Rahmenbedingungen an den Primarschulen, insbesondere für vernünftige Klassengrössen und Unterrichtsbelastung.
Der PLV macht sich stark dafür, dass PrimarlehrerInnen entsprechend ihrer Leistung und Verantwortung besoldet werden. Er kämpft für eine Verteidigung der Unterrichtspensen und für die Anerkennung der Aufgaben der KlassenlehrerInnen.
Der PLV will das Bild der professionell arbeitenden Primarlehrperson in der Öffentlichkeit stärken.

Arbeitsbedingungen

Primarlehrpersonen unterrichten die grössten Klassen der Volksschule und haben die höchste Unterrichtsverpflichtung. Ihre Klassen weisen die grösste Heterogenitätsspanne auf. Der PLV setzt sich ein für eine entsprechende Positionierung Lohneinstufung (LDLP Lohndekret Lehrpersonen)


Der PLV macht sich stark für eine Senkung der Klassengrössen.

Zukunft der Aargauer Primarschule


Nach intensiven Gesprächen mit Vertretern des BKS erstellte der PLV-Vorstand folgenden Forderungskatalog:

  1. Information/Kommunikation
    Reformen und neue Regelungen oder Verordnungen müssen vom BKS besser und intensiver kommuniziert werden, so z. B. die Auswirkungen auf den Schulbetrieb durch den Einsatz von Fachgruppen-Lehrkräften oder die Änderungen bei der Stellenbewirtschaftung resp. Pensenverteilung.
  2. Ressourcensteuerung
    Die Ressourcensteuerung soll es den Schulleitungen ermöglichen, die Pensen besser zu verteilen. Das Korsett darf nicht zu eng werden, damit die Lehrpersonen sich wieder ihrer Kernaufgabe widmen können.
  3. Heterogenität
    Wir brauchen eine Antwort auf die steigende Heterogenität in der Schule. Das heisst: Der Berufsauftrag muss neu formuliert und damit der höheren Belastung der Lehrpersonen Rechnung getragen werden. Das bedeutet neu die Berücksichtigung eines Betreuungsfaktors (Klassenlehrperson). Ebenfalls muss die Frage der Integration vertieft angegangen werden.
  4. Teilzeitstellen
    Die Frage der Teilzeitstellen muss genau analysiert werden. Sollte sich bestätigen, dass die Zahl der Teilzeitstellen immer mehr zunimmt, müssen Massnahmen dagegen ergriffen werden. Insbesondere ist auch abzuklären, ob der Berufsauftrag von den Lehrpersonen unter der heutigen Arbeitssituation noch leistbar ist.
  5. Arbeitsbelastung
    Um all die Probleme der Zukunft in den Griff zu bekommen, braucht es zwingend eine Entlastung der Primarlehrpersonen. Ihr Unterrichtspensum ist zu hoch, die Klassen sind zu gross.