Daran arbeiten wir - Tätigkeitsprogramm 2009/10

Standespolitik

Arbeitsbedingungen
Nach der Ablehnung des Bildungskleeblatts erhält die Verbesserung der Arbeitsbedingungen an der Primarstufe hohe Priorität. Der Vorstand will sich dafür einsetzen,

  • dass die Arbeitsplatzsicherheit verbessert wird (Verstetigung der Pensen),
  • dass die Unterrichtsverpflichtung gesenkt wird
  • dass die Funktion der Klassenlehrperson gestärkt und entlastet wird,
  • dass die Klassenmaxima gesenkt werden.
  • Dass genügend Ressourcen für IS gesprochen werden.

Weiter wollen wir die Situation der Teilzeit-Lehrpersonen untersuchen und Vorschläge für die Verbesserung der Situation erarbeiten.


Einstufung Lohn Primarlehrperson
Wir setzen uns dafür ein, dass bei der Überarbeitung des LDLP die veränderten Bedingungen für die Primarlehrpersonen entsprechend berücksichtigt werden:

  • längere Ausbildung
  • grösserer Arbeitsbereich (6 Klassen)
  • höhere Verantwortung (integrativer Unterricht)

Die Abstufung zur Besoldung auf der Sek 1-Stufe darf nicht grösser werden.


Besinnung auf den Kernauftrag
Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, individuell zu begleiten und zu fördern ist eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe mit grosser Verantwortung. Daneben werden immer neue Ansprüche an die Schule und die Lehrpersonen gestellt: Gesundheitsförderung, Schuldenprävention, Verkehrsschulung, Medienerziehung, …

Viele Kinder sind heute teilweise starke Einflüssen und Belastungen ausgesetzt: Hoher Fernsehkonsum, falsche Ernährung, mangelnder Schlaf, Bewegungsarmut, Materialismus, Verwahrlosung. Diese Belastungen beeinträchtigen den Unterricht teilweise massiv. Die Schule kann dafür die Verantwortung nicht übernehmen. Der PLV setzt sich dafür ein, dass nicht immer neue Aufgaben an die Schule abgeschoben werden. Erziehungsaufgaben liegen in der Hauptverantwortung der Eltern.

Pädagogik

Neue Primarstufe
Auch nach der Ablehnung des Bildungskleeblattes bleibt die Dauer der Primarstufe ein Thema. Nach HarmoS dauert sie 6 Jahre. Der Vorstand will auf die bevorstehende Verlängerung und weitere Veränderungen vorbereitet sein und stellt dazu Unterlagen zusammen. Sie sollen Einblicke in die zukünftige Arbeit auf der gesamten Primarstufe geben und als Grundlage zur Entwicklung der Primarschule dienen. Der Vorstand veröffentlicht die Ergebnisse in geeigneter Form.

Promotionsverordnung
Die Einführung der neuen Promotionsverordnung wurde auf das Schuljahr 10/11 verschoben. Die Einführung wird vom Vorstand sorgfältig beobachtet. Zusammen mit dem alv setzen wir uns dafür ein, dass die Verordnung mit möglichst wenig Mehraufwand umgesetzt werden kann. Zu diesem Zweck ist durch die Fachhochschule eine Handreichung zu entwickeln, welche alle wichtigen Beurteilungsinstrumente anschaulich beschreibt.

Fremdsprachen an der Primarschule
Im Schuljahr 08/09 wurde Englisch ab der 3. Klasse definitiv eingeführt. Wir setzen uns dafür ein, dass der Französischunterricht in der Primarschule erst eingeführt wird, wenn diese 6 Jahre dauert. Ein Beginn im letzten Schuljahr der Primarstufe erscheint uns nicht sinnvoll.


Verbandsarbeit

Verbandsstruktur
Die Umstrukturierung des alv wird auf Schuljahr 10/11 umgesetzt. Damit verändert sich die Situation der Mitgliedorganisationen sowohl in der Beziehung zum Dachverband als auch unter sich und mit sich selber. Der Vorstand setzt sich dafür ein, dass die Stimme der PrimarlehrerInnen auch im neu strukturierten Verband gehört wird. Wir wollen aktiv im Verband mitarbeiten und die Interessen unserer Stufe weiterhin vertreten.

Schulleitungen
Der PLV-Vorstand setzt sich aktiv für eine Verbesserung der Beziehung zwischen Lehrpersonen und Schulleitungen ein. Zu diesem Zweck strebt er einen engeren Kontakt zum Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter an.

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Der Vorstand will die Medienarbeit wie auch die Kommunikation zur Lehrerschaft überprüfen und neuen Gegebenheiten anpassen. Damit möchte er die in den letzten Jahren erarbeitete Position im Verband wie auch in der Öffentlichkeit weiter stärken. Für die Überarbeitung des Kommunikationskonzeptes soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden.